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	<title>Urheberrecht &#8211; elementalPRESS &amp; MEDIA</title>
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	<description>Pressefotografie &#38; Medienberatung von L. Hagen</description>
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		<title>Bildklau  der neue Volkssport (Teil 2)</title>
		<link>https://www.elementalpress.com/de/blog/2010/04/bildklau-der-neue-volkssport-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Hagen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
		<category><![CDATA[Bildklau]]></category>
		<category><![CDATA[Diebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Da es im ersten Teil darum ging, wie Bilder geklaut werden und was man dagegen tun bzw. nicht tun kann, will ich heute beschreiben, wie man sich verhalten kann, wenn das “Kind in den Brunnen gefallen ist” und ein Urheberrechtsverstoß nachweislich vorliegt. Vorweg möchte ich jedoch ausdrücklich schicken, dass dies hier keine Rechtsberatung ist und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da es im ersten Teil darum ging, wie Bilder geklaut werden und was man dagegen tun bzw. nicht tun kann, will ich heute beschreiben, wie man sich verhalten kann, wenn das <em>“Kind in den Brunnen gefallen ist”</em> und ein Urheberrechtsverstoß nachweislich vorliegt. Vorweg möchte ich jedoch ausdrücklich schicken, dass dies hier keine Rechtsberatung ist und nur meine persönliche Vorgehensweise und Meinung wiedergibt.</p>
<p>Wenn man neu im Bereich der Fotografie ist und das erste Mal ein Bild von sich auf irgendeiner Webseite und/oder Zeitung wiederfindet, dann ist das ein wirklich tolles Gefühl. Auch wenn dies bei mir schon einige Jahre zurückliegt, so kann ich mich noch recht genau an das Gefühl erinnern, als ein Redakteur der WAMS bei mir anrief um ein Bild zu nutzen. Klasse!</p>
<p>Wenn man dann jedoch einige Jahre in dem Business tätig ist (und auch davon leben will/möchte/soll/muss) bleibt es nicht aus, dass man hin und wieder auch Bildmaterial im Netz findet, dessen Nutzung man nicht autorisiert hat. War dies am Anfang der “Karriere als Fotograf” noch sehr schmeichelhaft stellt man sich früher oder später die Frage: warum tun die das? Wie kommen die dazu einfach Bilder zu klauen? Und wie komme ich an mein Honorar?</p>
<p>Eine Möglichkeit (die auch einige Kollegen sofort in Anspruch nehmen) ist der Gang zum Rechtsanwalt &#8211; ein durchaus probates Mittel, das ich auch vermehrt nutze. Aber es geht manchmal auch anders. Aber der Reihe nach!</p>
<h2>Suchmaschinen</h2>
<p>Neben dem eher zufälligen Finden von Bildern im Internet betreibe ich mehrmals im Jahr (meistens am Abend, wenn ich keine Lust auf irgendetwas “sinnvolles” mehr habe) so genanntes “Ego-Googeln”. Die Bildersuche von im Anschluss an ein solches Telefonat eine normale Schadenersatzrechnung mit einer Zahlungsfrist in der das ausstehende Honorar zzgl. eines Verletzerzuschlages enthalten ist. Verstreicht die Frist, was in 90% der Fälle auftritt, geht der Fall zum Anwalt. Wichtig hierbei ist (noch vor dem ersten Kontakt zum Verletzer) die Beweissicherung. Am Besten druckt man sich die Seite aus und heftet sie fein säuberlich ab. Nichts ist peinlicher, wenn man einen Urheberrechtsverstoß anklagt und diesen dann nicht gerichtsverwertbar beweisen kann, da das betreffende Bild zwischenzeitlich entfernt wurde. Genauso peinlich (ja sogar teuer für einen selbst) kann es werden, wenn man einen Urheberrechtsverstoß anprangert und dann feststellt, dass es sich gar nicht um das eigene Bild handelt. Also immer am Besten 3mal prüfen, ob die Beweislage “100%ig sauber” ist.</p>
<p>Wenn es sich jedoch “nur” um die Webseite einer Privatperson handelt, sollte man die schweren Geschütze erst einmal in der Garage lassen. Da ein Impressum nicht immer vorhanden ist, sollte man versuchen mittels des Kontaktformulars etc. in Verbindung zu treten um eine gegenseitig vernünftige Lösung zu finden. Der Aufwand und Nutzen um gegen eine (vielleicht sogar noch minderjährige) Privatperson ins Felde zu ziehen, stehen meistens in keinem Verhältnis. Auch sollte man bei der Berechnung der Honorare (siehe unten) etwas nachsichtiger sein. Kein 15jähriger wird bereit und in der Lage sein 1000 EUR für ein Bild und eine Urheberrechtsverletzung zu zahlen und die Vollstreckung ist langwierig und für einen selbst teuer. Am Besten ist es hier die Kirche im Dorf zu lassen und einen Mittelweg, der für beide Seiten akzeptabel ist, zu finden.</p>
<p>Entschließt man sich den Fall juristisch klären zu lassen ist es extrem wichtig einen guten und vor allem auch <u><strong>Fachanwalt</strong></u> zu beauftragen. Hier gibt es Juristen die sich auf Urheber- und Medienrecht spezialisiert haben. Der “normale Familienanwalt” mag gut sein um private Streitfälle zu klären, von Urheberrecht hat er jedoch in der Regel keine Ahnung. Kleiner Tipp am Rande: viele Anwälte arbeiten heutzutage auch auf Erfolgsbasis, so dass die Kosten für einen selbst im Falle einer Niederlage überschaubar bleiben bzw. Null sind…</p>
<h2>Berechnung</h2>
<p>Oben schrieb ich von einer Schadenersatzrechnung, ausstehenden Honoraren und Verletzerzuschägen. Doch wie berechnen diese sich? Was ist mein Bild eigentlich wert? Wenn man z.B. für Tageszeitungen arbeitet, erhält man meistens Honorare im Rahmen von 50-100€ (hängt natürlich immer vom Motiv, der Auflage usw. ab – es kann also auch mehr oder weniger sein :-)). Lohnt sich dies also überhaupt?</p>
<p>Die Antwort darauf ist ein ganz klares: JA! Denn: dies sind normale und im Vorfeld “verhandelte” Honorare. Bei einer Urheberrechtsverletzung werden fiktive Summen angesetzt die sich aus der Bildhonorarliste der <a href="http://www.mittelstandsgemeinschaft-foto-marketing.de/" target="_blank">Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing</a>, oder kurz: <a href="http://www.mittelstandsgemeinschaft-foto-marketing.de" target="_blank">MFM</a>, ergeben. Das <a href="http://www.mittelstandsgemeinschaft-foto-marketing.de" target="_blank">MFM</a> ist das Standardwerk und gibt auf 120 Seiten die Honorare für so ziemlich jede denkbare Nutzungsform von Bildwerken wieder.</p>
<p>Findet man also auf einen Verstoß muss man nur eruieren, welche Nutzungsform, also z.B. PR, redaktionell, Shop etc., vorliegt und schon hat man einen Preis. Hinzu kommt der besagte Verletzerzuschlag, der in der Regel 100% des Honorars beträgt und schon hat man eine Summe für die zu schreibende Rechnung. Diese liegt jetzt schon einmal ganz schnell bei mehreren 100 EUR bis mehreren 1000 EUR pro Bild.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Man muss und sollte Urheberrechtsverstöße nicht einfach so hinnehmen! In jedem Fall sollte man sich vorher darüber im klaren sein, ob eine Verfolgung mit juristischem Beistand sinnvoll ist (Stichwort: Einzelfallentscheidung). Außerdem sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass &#8222;Recht haben und Recht bekommen” zwei vollkommen unterschiedliche Dinge sind. Zudem nützt einem ein gerichtlicher Titel herzlich wenig, wenn dieser nicht vollstreckt werden kann. Dies ist besonders bei Privatpersonen extrem schwierig, weil sehr zeit- und kostenintensiv (Prozess- und Vollstreckungskosten trägt man immer erst einmal selber). Aufwand und Nutzen sollten also (auch wenn es manchmal schmerzt) immer im Verhältnis stehen!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>“Bildklau” – der neue Volkssport (Teil 1)</title>
		<link>https://www.elementalpress.com/de/blog/2010/04/bildklau-der-neue-volkssport-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Hagen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 09:01:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
		<category><![CDATA[Bildklau]]></category>
		<category><![CDATA[Diebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem es während der Wintersaison auf diesem Blog sehr ruhig geworden ist, soll es jetzt langsam hier wieder losgehen. Anfangen möchte ich heute mit einem sehr nervigem Thema, mit dem sich viele Fotografen, der ihre Bilder im Internet veröffentlichen, früher oder später wohl “leider” einmal auseinander setzen müssen: Wie kann ich meine Bilder optimal gegen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem es während der Wintersaison auf diesem Blog sehr ruhig geworden ist, soll es jetzt langsam hier wieder losgehen. Anfangen möchte ich heute mit einem sehr nervigem Thema, mit dem sich viele Fotografen, der ihre Bilder im Internet veröffentlichen, früher oder später wohl “leider” einmal auseinander setzen müssen: Wie kann ich meine Bilder optimal gegen ungewolltes kopieren schützen? Und wie verhalte ich mich, wenn meine Bilder von Dritten ohne Genehmigung verwendet werden?</p>
<p><span id="more-752"></span></p>
<p>In den vergangen Jahren scheint es leider zu einer Art Volkssport geworden zu sein, urheberrechtlich Bildmaterial im Internet zu suchen und für die eigenen Zwecke zu verwenden. Dabei sind es nicht nur Privatpersonen die sich dieser Methodik bedienen sondern oftmals auch Unternehmen. Nur was kann ich als Fotograf tun um dies zu unterbinden? Die sehr einfache und deprimierende Antwort darauf lautet: gar nichts! Zumindest jedoch nichts 100% wirksames! Dennoch gibt es einige Methoden um wenigstens Computerunerfahrene Raubkopierer davon abzuhalten:</p>
<ol>
<li><strong><em>Transparentes Overlay</em></strong> – bei dieser populären Methode legt man ein transparentes Bild (GIF oder PNG) über das zu schützende Bild. Wann immer ein Nutzer jetzt versucht das Bild abzuspeichern (z.B. über das Kontextmenü oder einfach durch verschieben auf seinen Desktop) gelingt ihm das auch scheinbar. Hierbei wird jedoch immer nur das transparente Overlay abgespeichert. Das eigentliche Bild ist geschützt. Es empfiehlt sich dabei auch dem transparenten Bild auch noch einen prägnanten Namen, wie z.B. “Copyright – Do not Copy!” etc., zu geben. Somit sollte auch der letzte merken, dass das Bild urheberrechtlich geschützt ist. Hierzu aber auch noch mehr weiter unten im Text.</li>
<li><strong><em>Rechtsklick sperren</em></strong> – hierbei sperrt man via Javascript das Kontextmenü. Der Benutzer kommt also nicht mehr an die Funktion “Bild speichern…” heran. Obwohl diese Methode schön einfach ist, hat sie zwei entscheidende Nachteile: zum Einen muss, damit dies überhaupt funktioniert, Javascript aktiviert sein und zum anderen kann der Nutzer immer noch das Bild einfach auf seinen Desktop ziehen.</li>
<li><strong><em>Flash benutzen</em></strong> – hierbei werden alle Bilder in eine Flashgallerie eingebunden. Diese Art von Schutz ist vermutlich einer der Stärksten. Das eigentlich Hauptproblem ist jedoch, dass bei weitem nicht jeder Nutzer das Flash-Plugin installiert hat und somit auch ein breiter “legaler” Besucherkreis ausgeschlossen wird.</li>
<li><strong><em>Tabellen benutzen</em></strong> – eine alte Methode ist die Verwendung von Tabellen. Hierbei wird das Bild nicht über das <img>-Tag geladen, sondern über den CSS-Style als “background-image” in eine Tabellenzelle geladen.</li>
</ol>
<p>Leider bieten die genannten Methoden keinen wirklichen Schutz, sondern halten meist nur “Gelegenheitsnutzer” vom Klau ab. Warum das so ist, ist relativ einfach erklärt: jeder Browser speichert den Inhalt einer geladenen Seite – und somit auch alle Bilder &#8211; lokal auf der Festplatte im Cache ab. Ein Blick in besagten Cache genügt um die Bilder dort zu finden und dann zu kopieren. Zudem helfen Tools wie Firebug nicht nur die eigene Seite zu optimieren, sondern können auch genutzt werden, um Bilder abzuspeichern. Auch Flash stellt keinen optimalen Schutz dar. Neben den beschriebenen Nachteilen kann man Flash dekompilieren und gelangt somit auch an das Bildmaterial. Zu guter Letzt bleibt einem Bilderdieb auch noch die Möglichkeit einen Screendump anzufertigen. Gegen diesen ist nun gar kein Kraut mehr gewachsen und das generelle Fazit lautet: es gibt keinen wirklichen Schutz gegen unerlaubtes Kopieren!</p>
<p>Neben diesen genannten “Schutzmethoden” gibt es aber eine Reihe von weiteren Möglichkeiten und Methoden das Kopieren zu erschweren, bzw. einen Urheberrechtsverstoß ausfindig zu machen. Auch diese Möglichkeiten möchte ich hier kurz skizzieren:</p>
<ol>
<li><strong><em>Verschlagwortung</em></strong> – die beste Möglichkeit “geklaute” Bilder zu finden bieten Suchmaschinen wie Google oder Bing. Diese crawlen die eigenen Seiten und indizieren die dabei gefunden Bilder. Mit wenigen Ausnahmen (dazu aber später mehr) basieren die Suchalgorithmen auf Schlagwörtern. Diese werden zum einen aus dem Kontext in dem das entsprechende Bild eingebunden ist extrahiert oder stehen in den IPTC-Feldern des Bildes. Die meisten Leute, die Bilder ins Netz stellen, komprimieren ihre Bilder zuvor und löschen dabei meistens auch alle Metadaten um die Dateigröße zu minimieren. Hierbei gehen natürlich auch die Schlagwörter verloren, so dass ein Finden via Google-Images zum Beispiel unnötig erschwert wird. Mein Tipp ist daher, die Metadaten (IPTC) auf alle Fälle im Bild zu belassen. Diese Methode hilft natürlich aber dann nicht, wenn der Bilderdieb die Bilder auch noch einmal “bereinigt”.</li>
<li><strong><em>keine direkte Verlinkung</em></strong> – diese Methode dient eigentlich weniger dem “schützen” einzelner Bilder, sondern erlaubt die Einbindung des eigenen Contents auf anderen Seiten zu unterbinden. Hierbei wird im <img>-Tag als Quelle nicht ein Bild, sondern eine separate PHP-Datei angegeben, die für das laden und anzeigen des Bildes zuständig ist. In besagter PHP-Datei kann man jetzt, z.B. die Referrer abfragen oder aber die Referrer in der eigenen Datenbank zu späteren Auswertung abspeichern. Diese Methode ermöglicht auf relativ einfache Art und Weise herauszufinden, auf welchen Seiten das eigene Bildmaterial genutzt wird. Dies funktioniert natürlich auch nur so lange, der Bilderdieb das Bild nicht lokal kopiert, sondern einen Link gesetzt hat.</li>
<li><strong><em>Wasserzeichen</em></strong> – ähnlich wie (4) stellt ein Wasserzeichen keinen Schutz gegen das kopieren dar. Es weist den Nutzer aber mehr als eindeutig darauf hin, dass das Bild geschützt ist und ermöglicht die einfachere Identifikation eines möglicherweise gestohlenen Bildes. Wird ein Wasserzeichen dann trotzdem vielleicht sogar noch manuell durch den “Bilderdieb” entfernt, entspricht dies schon einer kriminellen Handlung. Ausreden a’la: “ich wusste nicht, dass” helfen spätestens hier nicht mehr. Dazu aber mehr im zweiten Teil.</li>
</ol>
<p>Fazit: im heutigen Teil habe ich versucht einmal die wohl populärsten Möglichkeiten gegen den “Bildklau” zu benennen. Leider ist das Fazit jedoch, dass es keinen wirklich funktionierenden Schutz für Fotografen gibt. Daher werde ich den zweiten Teil dazu nutzen um zu beschreiben, wie man sich im Falle einer nachweislichen Urheberrechtsverletzung verhalten sollte bzw. kann.</p>
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